Nachricht aus dem Darknet
Immer wieder müssen wir von großen Datendiebstählen berichten. Im Darknet ist ein über 150 Gigabyte (!) großer Datensatz mit Mailadressen, Passworten und weiteren Angaben aufgetaucht. Ursprünglich handelt es sich dabei um Daten, die bei Telegram kursierten. Es geht aber nicht nur um Nutzer von Telegram, sondern um praktisch jeden großen Internetanbieter.
Der bekannte Sicherheitsforscher Troy Hunt hat analysiert, dass die Daten überwiegend authentisch sind. Insgesamt handelt es sich um über 1.500 Listen mit mehr als 350 Millionen verschiedenen Mailadressen und deren Passworten.
Ob Sie auch betroffen sind, können Sie auf der Webseite haveibeenpwned.com prüfen. Die Seite wird von Troy Hunt selbst betrieben und stellt seit über 10 Jahren die wohl bekannteste Anlaufstelle für eine erste Schadensprüfung bei Mailbetrug dar.
Netzanbieter geraten immer wieder in die Schlagzeilen, weil sie ihre Nutzerdaten nicht hinreichend schützen. Darunter sind auch große Namen wie Microsoft, Sony oder Yahoo. Sie können aber den Auswirkungen mit Vorsichtsmaßnahmen entgegenwirken. Wichtigste Regel: Nutzen Sie einen Passwortcontainer und erzeugen Sie für jeden Dienst ein eigenes, zufälliges Passwort. Dazu folgender Profitipp: Nutzen Sie für jeden Dienst einen eigenen Email-Alias.
Das macht etwas Mühe, aber jeder, der schon einmal Opfer eines Identitätsdiebstahls war, hätte im Nachhinein die Mühe gerne auf sich genommen.
